Presseschau, Montag, 30. März 2020

Für Sie und Euch  in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2020
Foto: © Chad Batka

Covid-19: Opernstar Plácido Domingo im Spital, Zustand stabil
Er werde bis zur „erhofften vollständigen Genesung“ im Spital bleiben.
Kurier

News
Opera star Placido Domingo hospitalised with coronavirus 14 days after first symptoms
The opera singer Placido Domingo was rushed to hospital after his health deteriorated two weeks after first exhibiting signs of coronavirus
https://www.mirror.co.uk/3am/celebrity-news/opera-star-placido

Komponist Penderecki gestorben
Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist tot. Er starb heute im Alter von 86 Jahren in Krakow (Krakau), wie die Agentur PAP unter Berufung auf seine Ehefrau berichtete.
http://orf.at//stories/3159804/

Krzysztof Penderecki: Klangtsunami gegen Mailüfterl
Die Presse

Star-Komponist Krzysztof Penderecki tot
Wiener Zeitung

Zum Tod des Komponisten Krzysztof Penderecki: Er hatte Recht
BR-Klassik

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki
von Jolanta Lada (Krakau / Hamburg)
Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.
Klassik-begeistert

Notfallkonzerte in Notfallzeiten
Das Orchester im Treppenhaus überträgt, angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise, eine Reihe ihrer „Persönlichen Notfallkonzerte“ regelmäßig im Livestream. Ein äußerst gelungenes Konzertformat, gespielt von einem Ensemble von dem man gerne mehr hören möchte.
Johannes K. Fischer berichtet aus Hannover.
Klassik-begeistert

Klassik per Mausklick: Ein Überblick über das aktuelle Streaming-Angebot
Abgesagt. Cancelled. Annullato. Die Konzert- und Opernhäuser dieser Welt spielen im Moment alle dasselbe Programm. Nämlich überhaupt nichts. Trotzdem lassen sich Musiker, Künstler und Kulturschaffende vom Virus nicht lähmen und machen aus der Situation das beste. Einige geben auf dem Balkon Konzerte für die Nachbarschaft. Viele übertragen auch Konzerte aus den eigenen vier Wänden direkt ins Internet. So bleibt die Kunst lebendig. Und auch das kulturelle Leben bleibt lebendig, denn wir können nach wie vor live dabei sein. Ganz bequem vom heimischen Sofa aus.
Leon Battran berichtet vom heimischen Sofa aus
Klassik-begeistert

Berlin
Puccinis Durchbruch an der Staatsoper Berlin
Kulturstätte streamt ihre Erfolgsproduktionen.
http://abendblatt-berlin.de/2020/03/28/kuenstlerischer-durchbruch/

Frankfurt
Zwei Schülerinnen wollen das „Papageno“ retten
Das „Papageno“ am Palmengarten in Frankfurt ist wegen der Corona-Krise in Not. Zwei 16-Jährige sammeln deswegen Spenden für das Theater.
http://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-musiktheater-papageno-palmengarten

Cellistin über Dmitri Schostakowitsch: „Er würde sich die Hände waschen“
https://taz.de/Cellistin-ueber-Dmitri-Schostakowitsch/!5671139/

Warum wir uns auch jetzt nicht leisten können, die Kultur beiseitezuwischen
Kurier

Musikfilme : Klassik hat ihre Zukunft vor sich
Frankfurter Allgemeine

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Sofia Opera pearls streams
https://www.operasofia.bg/en/

Classical Music/Opera direct to home 4 – Rattle in the ether
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-musicopera-direct

London
Mahler versus Slowthai! – what happened when our pop and classical critics traded jobs?
The Guardian

Ton- und Bildträger
CD Review: Opera Rara’s “Semiramide’
https://operawire.com/cd-review-opera-raras-semiramide/

La Passione review – Grisey’s masterpiece endures
Hannigan conducts and sings Gérard Grisey’s final prescient work with style, conceiving it as a triptych with works by Haydn and Luigi Nono
The Guardian

Feuilleton
One in a Million: Soprano Vuvu Mpofu’s Fascinating Story of Opera Success
https://operawire.com/one-in-a-million-soprano-vuvu-mpofus-fascinating

Inspiring culture: 50 works that changed our critics‘ lives
The Guardian

Nachruf
Krzysztof Penderecki obituary
The Guardian

Krzysztof Penderecki, Polish Composer With Cinematic Flair, Dies at 86
The New York Time

Jazz

30 Fragen an Martin Sasse
Der 1968 in Hamm/Westfalen geborene Martin Sasse gehört zu den herausragenden Jazzpianisten in Europa. Er hat im Laufe seiner Karriere mit nahezu allen Legenden der internationalen Jazzszene zusammengearbeitet. Er begleitete aber auch Weltstars aus Pop und Klassik, zum Beispiel Bobby McFerrin, Sting, Chris de Burgh, José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. Das Martin Sasse Trio existiert in wechselnden Besetzungen seit fast 30 Jahren.
Nennen Sie bitte drei Schlagworte, wenn Sie das Wort Corona hören…
Schock, Angst, Hoffnung.
Dr. Petra Spelzhaus berichtet aus München.
Klassik-begeistert

Sprechtheater

Cornelius Obonya über Theater: „Ratlosigkeit ist die Höchststrafe“
Der Schauspieler ist für die ROMY nominiert und will in Zukunft auch weiter Regie führen,
Kurier

——–
Unter’m Strich

Hessischer Finanzminister Schäfer ist tot – Bouffier spricht über mögliche Hintergründe
„Wir müssen heute davon ausgehen, dass er sich große Sorgen machte, große Sorgen gerade darum, ob es gelingen könne, die riesigen Erwartungen in der Bevölkerung, insbesondere der finanziellen Hilfen, zu erfüllen. Ich muss davon ausgehen, dass ihn diese Sorgen erdrückt haben.“ Schäfer fand laut Bouffier offensichtlich keinen anderen Ausweg mehr. „Er war verzweifelt und ging von uns. Das erschüttert uns, das erschüttert mich. Ich denke in dieser Stunde ganz besonders an seine Familie“.
https://www.tz.de/politik/thomas-schaefer-tot-hessen-finanzminister-hochheim

Berlin
Klaus Wowereits Lebenspartner Jörn Kubicki gestorben
Der langjährige Lebenspartner von Klaus Wowereit, Jörn Kubicki, ist tot. Der 54-Jährige soll nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung an den Folgen einer Lungenkrankheit und des Coronavirus gestorben sein. Bestätigt wurde das bislang aber nicht.
https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/coronavirus-infektion-klaus-

Corona in Deutschland
UKE-Direktor und Infektiologe „Wir müssen mehr Ansteckungen zulassen!“
Bild.de

Verhalten in der Corona-Krise
Der Blockwart kommt wieder: Das böse D-Wort
Eine Kolumne von Christian Stöcker
Der Begriff „Denunziant“ erlebt in Zeiten von Covid-19 eine Wiedergeburt. Ist Deutschland durchsetzt von meldewütigen Hobbypolizisten? Und trifft das Wort dann wirklich zu? Ein Klärungsversuch.
Der Spiegel

Was kommt nach Corona? Über politische Folgeerkrankungen
Wenn die Corona-Krise dann abgeebbt sein wird, droht eine weitere Ansteckungsgefahr: die politische nämlich. In Staaten, die gerade die Macht der Politik neu lernen und daran zu viel Geschmack finden könnten.
Kurier

Palermo/Sizilien
Plünderungen im Supermarkt: „Haben kein Geld, um zu bezahlen, wir müssen essen“
https://www.welt.de/politik/ausland/article206881537/Sizilien-Wir-haben-kein-Geld

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. MÄRZ 2020)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. MÄRZ 2020)

www.onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Zum Tod von Krzysztof Penderecki

Krzysztof Penderecki nie żyje. Miał 86 lat - Wiadomości
Krzysztof Penderecki

Die Wiener Staatsoper trauert um den bedeutenden zeitgenössischen Komponisten Krzysztof Penderecki, der am heutigen Sonntag, 29. März 2020, im Alter von 86 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in Krakau gestorben ist. Zwei Werke des vielseitigen Künstlers wurden im Haus am Ring aufgeführt: Die Teufel von Loudun (1973, im Rahmen eines Gastspiels der Staatsoper Stuttgart) sowie Die Schwarze Maske (1986, in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen). Das Wiener Staatsballett (damals noch Staatsopernballett) tanzte 2000 im Wiener Odeon zu einem seiner Stücke im Rahmen des Abends Junge Choreographen II. Leider konnte das letzte gemeinsame Projekt, die für die Spielzeit 2018/2019 angedachte Uraufführung der Oper Phaedra, nicht realisiert werden, da der Komponist zu seinem großen Bedauern um Entbindung aus der Vereinbarung bitten musste.

Penderecki: Threnody for the Victims of Hiroshima

 

ZUM VIDEO

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki

von Jolanta Lada (Krakau / Hamburg)

Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.

Es ist allgemein anerkannt, dass jemand, der das Schaffen eines anderen nicht mag, das als „interessant“ bezeichnet, um sich nicht als Ignorant vorzustellen. Krzysztof Pendereckis Musik wird mir bis auf wenige Ausnahmen geheimnisvoll und unverständlich bleiben. Ich bin keine Liebhaberin zeitgenössischer Musik, besonders atonaler und sonoristischer. Von polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts mag ich Mikołaj Górecki und Wojciech Kilar sowie Arvo Pärt von ausländischen. Das Werk von Professor Penderecki, von dem wir uns heute – am Sonntag, 29. März 2020 – verabschiedet haben, bleibt für mich wirklich interessant, obwohl ich es nicht begreifen kann. Vielleicht werde ich es eines Tages mehr erforschen. Im Moment kommen meine persönlichen Erinnerungen an diesen großartigen Komponisten und Pädagogen zurück…

Lesen Sie weiter in den Erinnerungen

Klassik-begeistert

______________________________________________________________________

Das 3. Montagskonzert der Bayerischen Staatsoper

Am 30. März streamt die Bayerische Staatsoper bereits das dritte Montagskonzert live aus dem Nationaltheater. Ab 20.15 Uhr präsentiert das Bayerische Staatsballett Szenen aus Der Nussknacker und Coppélia, bevor Felix Key Weber und Matjaz Bogataj, Violinisten des Bayerischen Staatsorchesters, eine Sonate von Eugène Ysaÿe spielen. Des Weiteren singt Jonas Kaufmann, gefolgt von Julia Fischer und Tatjana Chernichka mit Peter I. Tschaikowskys Souvenir d’un lieu cher op. 42 und Edward Griegs Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 c-Moll op.45.

Ein Video-on-Demand des Konzertes ist ab Mittwoch, 1. April, für die Dauer von 14 Tagen auf STAATSOPER.TV verfügbar.

Außerdem ab 28. März neu als Video-on-Demand: Parsifal unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle.
_________________________________________________________________

HEUTE: METROPOLITAN-STREAM „TANNHÄUSER“

Hier ein ganz kurzer Trailer zum Stream


ZUM TRAILER/ Instagram

____________________________________________________________

Erlebnis Bühne: Takte, Töne, Meisterwerke – Der Musikverein für Steiermark

Der Musikverein für Steiermark ist der größte Konzertveranstalter der Stadt Graz und gehört zu den traditionsreichsten Konzertveranstaltern überhaupt. Er wurde 1815 gegründet und veranstaltet im prächtigen Stefaniensaal, einer der akustisch herausragendsten Konzertsäle der Welt, international hochkarätig besetzte Orchester-, Kammer-, Solistenkonzerte und Liederabende.
Bereits in seiner Gründungsphase wurden berühmte Musiker wie Ludwig van Beethoven und Franz Schubert zu Ehrenmitgliedern ernannt. In jüngerer Zeit kamen Musikgrößen wie György Ligeti, Alfred Brendel, Nikolaus Harnoncourt und Elina Garanca hinzu.
Die Dokumentation zeigt, wie lebendig ein so traditionsreicher Konzertveranstalter in der Gegenwart sein kann und wie wichtig es ist, junge Musiker zu fördern und jungen Besuchern ein hochqualitatives Musikerlebnis näherzubringen.

https://tvthek.orf.at/profile/Erlebnis-Buehne/13890354/Erlebnis-Buehne-mit-Barbara-Rett-Takte-Toene-Meisterwerke-Der-Musikverein-fuer-Steiermark/14046425
______________________________________________________________________

NEUE STREAMING-TIPPS. NEUE OPERN IM NETZ – aber wirklich neue!

zusammengestellt von Sandra Warnung

Ich verstehe, wenn Sie das Wort „Stream“ schon nicht mehr hören können. Zu diesem Thema gibt es natürlich auch einen Artikel „Ich streame, also bin ich“, wo die Klassik-Streamings von kompetenter Seite unter die Lupe genommen werden:

https://van.atavist.com/streamen-oder-sein

Ich persönlich begreife diesen Boom eher als Chance, über den Tellerrand zu schauen und Werke kennenzulernen, von denen ich bis dato keine Ahnung hatte (auch von den Komponisten nicht). Nein, ich meine jetzt nicht Korea oder andere exotische Destinationen, sondern Europa, wie zum Beispiel

LA MONNAIE/DE MUNT – Belgien

wo es die Oper FRANKENSTEIN von Mark Grey (seine erste Oper nach dem Roman von Mary Shelley) zu besichtigen gibt (Regie: La Fura dels Baus):

https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1307-frankenstein oder

MACBETH UNDERWORLD von Pascal Dusapin (seine achte Oper wie ich Wikipedia entnehme:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_Dusapin) mit Georg Nigl in der Titelrolle: https://www.lamonnaie.be/fr/streaming/1493-macbeth-underworld

andere Opern, die angeboten werden: Aida, Lucio Silla, La Gioconda, Tristan und Isolde, Das Marchen vom Zaren Saltan: https://www.lamonnaie.be/fr/sections/388-mm-channel

Und nicht nur das Theater an der Wien bringt eine „Premiere“ ins TV, auch die DUTCH NATIONAL OPERA & BALLET AMSTERDAM bringt mittels Stream die Generalprobe von RITRATTO (Porträt) als Welturaufführung ins Netz, weil das Opera Forward Festival natürlich auch abgesagt wurde. Es ist Willem Jeths dritte Oper, die vom Leben Luisa Casatis (1881–1957) handelt, die zu ihrer Zeit in der High Society von Paris, Venedig und Rom von zahlreichen Künstlern (u.a. Gabriele d’Annunzio, Man Ray, Giovanni Boldini) umschwärmt und auch oftmals porträtiert wurde (ein Porträt im Rijksmuseum und eine Ausstellung in Venedig gaben den Anstoss, diese Oper zu komponieren). https://en.wikipedia.org/wiki/Willem_Jeths

Da alle angebotenen Opern über youtube abspielbar sind, kann man bei den Einstellungen die jeweiligen Untertitel bzw. Übersetzung einblenden. Opera Forward Festival Online mit vielen Hintergrundberichten: https://www.operaballet.nl/online/off und die Oper auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=O0sK4bAaGtM&feature=emb_logo

Übrigens haben die Niederländer neben einer Plattform für Ballett https://operaballet.nl/online/ballet auch eine eigene Seite für Kinder eingerichtet: https://operaballet.nl/online/kids

Auch die L’OPÉRA ROYAL DE WALLONIE-LIÈGE

hat eine Seite für unsere jüngsten Opernbesucher

https://www.operaliege.be/spectacle/lopera-chez-soi-activites-jeunesse/

neben den bewährten Produktionen, die schon auf France tv bzw. Operavision zu sehen waren:

https://www.operaliege.be/spectacle/loperachezsoi/

Ja und dann habe ich noch zwei Links anzubieten, die nur indirekt mit Corona zu tun haben:

„Er hätte sich jetzt ständig die Hände gewaschen“

Ein Interview in der taz mit der Expertin Elizabeth Wilson über Dmitri Schostakowitsch, nachdem ihr Festvortrag über den Komponisten ausgefallen ist.

https://taz.de/!5671139/

Musik vom Dach ins Netz ist nicht umsonst

Ein Artikel, der darauf aufmerksam macht, dass auch bei Gratis-Streaming-Konzerten die Gema abkassieren kann.

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/musik-vom-dach-ins-netz-ist-nicht-umsonst-li.79779

Sandra Warnung
__________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Auch sie trägt Mundschutz!

ZU INSTAGRAM

——-

Memi Moore: Auch hollywood-Stars in Quarantäne

ZU INSTAGRAM

——

Igor Levit: Diese Nummer erfordert Akrobatik!

ZU INSTAGRAM

_______

Andrew Morestein, eine neue Tenor-Entdeckung

ZU INSTAGRAM – mit Video

_____________________________________________________

Mainz: Mund-Nasen-Schutzmasken für die Universitätsmedizin-Pressegespräch  27.3.2020


Von links: Markus Müller, Anja Gockel, Norbert Pfeiffer. Foto: Helene Anschütz

Vorerst hat die Corona-Pandemie uns im Griff. Im Kulturbereich hagelt es Absagen – inzwischen bis in den Sommer hinein. Am Mainzer Staatstheater prangen Banner „Bis bald!“ Doch wann ist „bald“? Niemand weiß so recht, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Mit virtuellen Angeboten versucht man, sich und das Publikum bei Stimmung und in Übung zu halten. In diese eigenartige Mischung von Betriebsamkeit und Friedhofsruhe platzt die Einladung des Theaters zu einem Pressegespräch: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, steht da. Es geht um eine Kooperation mit der Mainzer Universitätsmedizin, früher schlicht „Uniklinik“ genannt, und der bekannten Mainzer Modedesignerin Anja Gockel.

Es ist ein kühler, aber sonniger Frühlingsmorgen. Über menschenleere Straßen fahre ich mit dem Rad in die wenig belebte Innenstadt. Der Gutenbergplatz vorm Staatstheater mit seinen zahlreichen Gaststätten wirkt ohne Menschen noch viel kahler als ohnehin schon. Am Seiteneingang zum Großen Haus am Tritonplatz nimmt mich eine junge Frau in Empfang. „Man merkt gleich, dass Markttag ist. Es ist doch mehr los als sonst.“ Den Mainzer Wochenmarkt auf den benachbarten Domplätzen hat der Stadtrat entgegen zahlreichen Befürchtungen bislang nicht geschlossen, weil er „der Bevölkerung für die Versorgung mit frischen Lebensmitteln dient.“ Man verweist auf die Sicherheitsvorschriften und hat das Gedränge der Stände entzerrt. Der Gang auf den Markt erinnert einen daran, was städtisches Leben eigentlich – seit Menschengedenken – heißt, und die Vielfalt der Obst- und Gemüsestände und die malerische Kulisse vor dem Mainzer Dom sind auch ein ästhetisches Erlebnis.


Foto: Andreas Hauff

Im Haus werden wir auf die geräumige Bühne des Großen Hauses zu vier Stehtischen mit gebührendem Abstand geleitet. Zu uns sprechen Staatstheater-Intendant Matthias Müller, die Modeschöpferin Anja Gockel, der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Mainzer Universitätsmedizin, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer sowie Ute Noack, Kostümdirektorin des Staatstheaters. Der Kern der Sache ist schnell berichtet: Die Schneiderwerkstätten des Staatstheaters und des Gockel‘schen Ateliers nähen Mund-Nasen-Schutzmasken aus Baumwollen für die Mainzer Universitätsmedizin – nicht für das Personal im Operationssaal, sondern für den alltäglichen Bedarf, der entsteht, wenn jede Person, die das Gelände betritt, eine Maske tragen muss. (So ist es seit Beginn der Woche Vorschrift.) Leider habe man vor Jahren auf Einwegmaterial umgestellt, bedauert Pfeiffer, jetzt brauche man etwa 1000 Stück am Tag. Die Vorräte würden knapp, und er habe um Hilfe gebeten. Noack berichtet, die Idee sei in der Schneiderei schon vor Pfeiffers Anruf entstanden – aus der Schockstarre vor dem Veranstaltungsverbot, und sie habe melden können: „Wir nähen schon.“ Gockel berichtet von den 11 fest angestellten Schneiderinnen in ihrer Werkstatt, die „in einem Paradies voller Stoffe“ nichts zu nähen hatten und sich nun freuten, etwas Sinnvolles und Nachhaltiges zu tun.


Mit Mainzer Dom aus dem Atelier Gockel. Foto: Andreas Hauff

Nachhaltig heißt in diesem Fall: Waschbar bei 40 °C, aus Baumwolle mit möglichst wenig Synthetik-Anteil, herzustellen aus alten Bettlaken, Geschirrtüchern oder T-Shirts, deren Eignung sich daran bemisst, ob man durch zwei Lagen noch gut atmen kann. Entscheidend beim Waschen ist weniger die Temperatur als die Seife, denn, so Prof. Pfeiffer: „Corona-Viren gehen durch Seife kaputt.“ Mehr als 500 Masken kann er heute mitnehmen, “eine echte Hilfe!“ Aber es werden noch mehr gebraucht: In benachbarten Kliniken, für die die Mainzer Universitätsmedizin als Koordinationskrankenhaus dient, aber auch in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Freiwillige Hilfe auch von Privatpersonen ist hoch willkommen, und Intendant Müller verspricht, am Eingang des Kleinen Hauses in der Moller-Passage eine Sammelstelle für die Universitätsmedizin einzurichten.

So setzt der Theaterchef in der erzwungenen Spielpause ein Zeichen für die Präsenz des Hauses und folgt damit im Grunde seiner Linie, das Theater wieder in die Mitte der Stadt und der Stadtgesellschaft zu rücken (wo es ja als Institution schon in der griechischen Antike war). Doch um Missverständnissen vorzubeugen: Die Idee ist kein Mainzer Monopol. Die Nähanleitung etwa, die man auf der Staatstheater-Homepage unter der Überschrift „Kultur trotz(t) Corona“ findet, stammt vom Dresdener Universitätsklinikum Carl Gustav Carus (Zentralbereich Krankenhaus-Hygiene und Umweltschutz). Interessant ist dennoch die Art, wie die Beteiligten sich die Idee zu eigen machen. Ziemlich schnell kamen die Schneiderinnen des Staatstheaters darauf, mit Farben und Muster eigene Akzente zu setzen. Im Atelier Gockel setzt man auf Mainzer Motive wie den Dom und auf angenähte Spitzenborten. Und das Pressegespräch findet nicht auf kahler Bühne statt: Zwei lange Leinen voll bunter Mund- und Nasenschutze hängen zwischen einem Ährenbaum und einem hölzernen Mühlrad, die aus der „Krabat“-Inszenierung von Markolf Naujoks (nach Otfried Preußlers Roman) stammen. Beides sollen Hoffnungszeichen sein. Der Baum steht für natürliches Wachstum, das Mühlrad für tätigen und täglichen Fortgang.


Aus der Theaterschneiderei. Foto: Andreas Hauff

Klinikchef Pfeiffer versteht die Aktion als Signal gegen die Ohnmachtsgefühle, die den einzelnen in der Krise leicht befallen, und für Solidarität. Er zitiert das Bild der castells, der katalanischen Menschenpyramiden, in denen einer auf den Schulter des anderen steht. Er denkt an das bevorstehende Osterfest und das traditionelle Osterlachen (risus paschalis), das den Sieg über den Tod feiern soll. Auf dem ernsten Hintergrund der Corona-Krise seien Kunst und Kultur, Design und Farbe wichtige Zeichen der Lebensfreude. Vielleicht können die bunten Masken an grauen Tagen und in grauen Gebäuden einen kleinen Kontrapunkt setzen – gegen den Rentabilitäts- und Rationalisierungsdruck, der auf dem Gesundheitswesen lastet, und für die seelischem Dimensionem unseres Zusammenlebens. Wie sagt Pfeiffer? „Wenn wir Angst haben, werden wir kränker.“

Andreas Hauff

Ralf Wegner: Meine schönste Opern-Highlights 1

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

© Westermann, Staatsoper Hamburg

von Dr. Ralf Wegner

Das Operngeschehen liegt darnieder, Erinnerungen müssen herhalten. An die Oper kam ich durch einen Schulkameraden, dessen Eltern ihr Abonnement in der Hamburgischen Staatsoper manchmal abgaben. Später erwarben meine Eltern ein Abonnement, das meine Frau und ich dann später übernahmen. Als Abonnent bekam man dieses und jenes vorgesetzt, vielleicht nicht immer die besten Besetzungen oder die gewünschten Stücke; so wurde manches dazu gekauft, jetzt seit Jahren mit der „Operncard“, mit der man in der Hamburgischen Staatsoper für 99 Euro jährlich eine Woche vor der Aufführung die Karten in den besten Kategorien zum halben Preis erwerben kann.

Wenn ich mich an etwas gern erinnere, dann fast ausschließlich an gesangliche Leistungen, fast nie an die Inszenierungen oder die Bühnenbilder; „Ralf Wegner: Meine schönste Opern-Highlights 1
Staatsoper Hamburg“
weiterlesen

Ladas Klassikwelt 25: Ludwig van Beethoven war ein Komponist mit menschlichem Herzen

von Jolanta Lada-Zielke

Die Coronavirus-Pandemie ist bedauerlicherweise in Beethovens 250. Geburtsjahr ausgebrochen –  viele dem Komponisten gewidmete Veranstaltungen wurden abgesagt. Einige einzelne Auftritte und Konzerte mit Beethovens Musik kann man im Netz anschauen. Es gibt auch interessante Bücher zu diesem Thema, die Eltern mit ihren Kindern zu Hause lesen können. Eines von ihnen möchte ich jetzt gerne vorstellen. „Beethoven. Leben und Werk des großen Komponisten“ ist eine Geschichte für Familien, die das Leben und Werk des Künstlers kennenlernen wollen. Das Buch wurde vom Verlag Annette Betz herausgegeben, die Autoren sind Lene Mayer-Skumanz (Text) und Winfried Opgenoorth (Illustrationen).

Zu Beginn erfahren die Leser, dass „van Beethoven“ ein belgischer (flämischer) Name ist und „jemand vom Rübenfeld“ heißt. Vermutlich besaßen die Vorfahren des Komponisten ein Landgut in Flandern. Ludwigs Großvater, der auch Ludwig hieß, verdiente seinen Lebensunterhalt als Sänger und Kapellmeister in Bonn, außerdem war er Weinhändler. Der kleine Ludwig saß oft auf dem Schoß seines Großvaters, der ihn im Rhythmus der Musik schaukelte. „Ladas Klassikwelt 25: Ludwig van Beethoven war ein Komponist mit menschlichem Herzen“ weiterlesen

Meine Erinnerungen an Professor Krzysztof Penderecki

Krzysztof Eugeniusz Penderecki (geboren am 23. November 1933 in Dębica, Polen; gestorben am 29. März 2020 in Krakau) war ein zeitgenössischer polnischer Komponist, dessen Werk der postseriellen Musik (s. a. Serielle Musik) zugeordnet wird und der vor allem durch seine Klangkompositionen Aufsehen erregte. Er gilt als einer der führenden Komponisten der polnischen Avantgarde und wurde gelegentlich auch als „spätmoderner Klassiker“ bezeichnet. Penderecki war einer der wenigen zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde, denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.

Foto: nonesuch.com

von Jolanta Łada-Zielke

Es ist allgemein anerkannt, dass jemand, der das Schaffen eines anderen nicht mag, das als  „interessant“ bezeichnet, um sich nicht als Ignorant vorzustellen. Krzysztof Pendereckis Musik wird mir bis auf wenige Ausnahmen geheimnisvoll und unverständlich bleiben. Ich bin keine Liebhaberin zeitgenössischer Musik, besonders atonaler und sonoristischer. Von polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts mag ich Mikołaj Górecki und Wojciech Kilar sowie Arvo Pärt von ausländischen. Das Werk von Professor Penderecki, von dem wir uns heute –  am Sonntag, 29. März 2020 – verabschiedet haben, bleibt für mich wirklich interessant, obwohl ich es nicht begreifen kann. Vielleicht werde ich es eines Tages mehr erforschen. Im Moment kommen meine persönlichen Erinnerungen an diesen großartigen Komponisten und Pädagogen zurück.

Mein erster Kontakt mit Krzysztof Penderecki fand im Mai 1988 in Łańcut (eine kleine Stadt in Südostpolen) während des Kammermusikfestivals statt. Einige Konzerte wurden in der dortigen Pfarrkirche aufgeführt. Dort trat der Chor „Poznańskie Słowiki“ (Posener Nachtigallen) auf und präsentierte unter anderem Pendereckis „Stabat Mater“ .Das Publikum mochte die Aufführung des Werks so sehr, dass das Ensemble die Komposition  als die Zugabe sang. Zu dieser Zeit war ich in der zweiten Klasse des Gymnasium und werde nie den Eindruck vergessen, den dieses Stück auf mich machte. Damals wusste ich noch nicht, was ein Cluster ist, aber diese harmonische Dichte spiegelte wunderbar die Atmosphäre wider, die auf Golgatha herrschen konnte und die im Herzen der Mutter des sterbenden Jesus geherrscht haben muss. Professor Penderecki war während des Konzertabends anwesend, und am Ende verbeugte er sich  vor dem Publikum. „Krzysztof Penderecki – ein Nachruf
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

10 Fragen an Ekkehard Lampe-Steinhage: "Ich möchte eine Lesung über Thomas Mann halten, begleitet von den Bremer Philharmonikern"

Der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer Ekkehard Lampe-Steinhage wurde 1981 an der Schule Schlaffhorst-Andersen ausgebildet. Seine Gesangsausbildung erhielt er in Berlin, Kopenhagen und Bremen. Er arbeitete viele Jahre an diversen Schauspielschulen in Berlin und Bremen, erteilte Stimm- und Sprechtraining im Bereich Hörfunk und Fernsehen und bildete Bremer Bürgerschaftsabgeordnete aus. Er ist verantwortlich für das Sprechtraining an der Bremer Oper und für die Stimmbildung am Bremer Schauspiel und bei der Shakespeare Company. Als Sprechtrainer gibt er Masterkurse in New York für Opernsänger, die unter anderem an der Metropolitan-Oper singen. Gelegentlich hält er musikalisch begleitete Lesungen.

Petra Spelzhaus befragte Ekkehard Lampe-Steinhage über sein Künstlerleben im Zeichen der Corona-Krise.

klassik-begeistert.de: Was haben Sie vor einem Jahr getan, und wie sieht ihr Alltag heute aus?

Ekkehard Lampe-Steinhage: Vor einem Jahr habe ich normal gearbeitet. Ich habe in meinem Studio viel Sprech-und Gesangsunterricht gegeben. Ansonsten war ich intensiv bei der Oper und in der Shakespeare-Company aktiv. Heute ist alles weg: Kein Coaching, kein Theater, keine Patienten. Es kommen vereinzelt ein paar Leute – vorwiegend Ärzte, die fürchten sich weniger vor dem Virus – in mein Studio zum Gesangsunterricht. Ich nutze nun die freie Zeit, um Klavier zu üben. „Interview: 10 Fragen an Ekkehard Lampe-Steinhage
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Ritterbands Klassikwelt 11: "Va pensiero" im Cyberspace statt auf "Goldenen Schwingen"

von Charles E. Ritterband

Aus Italien, wo die Zahl der täglichen Corona-Todesopfer bald die Schwelle von 1000 Verstorbenen und die Gesamtzahl jene von
10 000 Toten erreichen könnte, kommen nicht nur Schreckensnachrichten zu uns. Durch die sozialen Medien schwirren  zahllose mit pointiertem Galgenhumor angereicherte Karikaturen und Videos – eine besondere Spielart von Kreativität feiert Urständ: Lachen vor einer Kulisse absoluten Horrors. Es erreichen uns Filmchen von jungen Männern, die sich gegenseitig mit geschickten Tennis-Spielen von Fenster zu Fenster Einsamkeit vertreiben. Und aus Italien stammt die – inzwischen in vielen Ländern praktizierte – schöne Initiative, sich von Balkonen und Fenstern aus gegenseitig vorzusingen. So wird in dem in Europa am härtesten getroffenen Land dem Virus in vielfältiger Weise die Stirn geboten.

Am beeindruckendsten geschah dies in Rom. Eine einzigartige Idee hat in der italienischen Hauptstadt der International Opera Choir realisiert: „Va, pensiero“, der Gefangenenchor aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ als virtuelles Puzzle: Der Dirigent Giovanni Mirabile ließ jedes Mitglied dieses Chores bei sich zu Hause, in der staatlich angeordneten „Selbstisolation“, ihre oder seine Stimme auf Smartphone aufnehmen. Mit einer ausgefeilten Montagetechnik wurden diese individuellen Beiträge dann zusammengeschnitten und mit der Orchester-Einspielung zu einem Ganzen kombiniert. „Ritterbands Klassikwelt 11: „Va pensiero“ im Cyberspace statt auf „Goldenen Schwingen““ weiterlesen

Klassik per Mausklick: Ein Überblick über das aktuelle Streaming-Angebot

Foto: Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg

von Leon Battran

Abgesagt. Cancelled. Annullato. Die Konzert- und Opernhäuser dieser Welt spielen im Moment alle dasselbe Programm. Nämlich überhaupt nichts. Trotzdem lassen sich Musiker, Künstler und Kulturschaffende vom Virus nicht lähmen und machen aus der Situation das Beste. Einige geben auf dem Balkon Konzerte für die Nachbarschaft. Viele übertragen auch Konzerte aus den eigenen vier Wänden direkt ins Internet. So bleibt die Kunst lebendig. Und auch das kulturelle Leben bleibt lebendig, denn wir können nach wie vor live dabei sein. Ganz bequem vom heimischen Sofa aus. „Klassik per Mausklick, Streaming-Angebote während der Corona-Krise
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

10 Fragen an Martin Sasse: "So viel Familienleben bin ich nicht gewohnt"

Der 1968 in Hamm/Westfalen geborene Martin Sasse gehört zu den herausragenden Jazzpianisten in Europa. Er hat im Laufe seiner Karriere mit nahezu allen Legenden der internationalen Jazzszene zusammengearbeitet. Er begleitete aber auch Weltstars aus Pop und Klassik, zum Beispiel Bobby McFerrin, Sting, Chris de Burgh, José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. Das Martin Sasse Trio existiert in wechselnden Besetzungen seit fast 30 Jahren. Für das Album „Good Times“ mit Charlie Mariano verdiente sich das Trio 2010 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Aktuell ist Martin Sasse 24/7 mit seiner Frau und seinem Sohn zusammen in der gemeinsamen Kölner Wohnung.

Klassik begeistert: Was haben sie vor einem Jahr getan, und wie sieht ihr Alltag heute aus?

Martin Sasse: Vor einem Jahr war ich wie immer mit meinem Trio auf Deutschland-Tournee mit verschiedenen Gästen. Heute bin ich rund um die Uhr daheim mit meiner Frau und meinem Sohn. Wir kochen zusammen und gucken abends gemeinsam einen Film. So viel Familienleben bin ich nicht gewohnt, normalerweise bin ich nur etwa zwei Tage die Woche zuhause. Zwischendurch komponiere ich oder plane Online-Konzerte solo oder im Duo. „Interview: 10 Fragen an Martin Sasse
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Notfallkonzerte in Notfallzeiten

Das Orchester im Treppenhaus überträgt, angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise, eine Reihe ihrer „Persönlichen Notfallkonzerte“ regelmäßig im Livestream. Ein äußerst gelungenes Konzertformat, gespielt von einem Ensemble von dem man gerne mehr hören möchte.

Foto: © Matthew Farley

von Johannes K. Fischer

“Was kann klassische Musik heute?” Mit diesen Worten stellt sich das Orchester im Treppenhaus seinem Publikum vor; es wirkt fast, als wäre dies das Motto, das Leitmotiv dieser MusikerInnen. Wenngleich diese Frage vermutlich eine Anspielung auf die recht kreativen und ungewöhnlichen Konzertformate dieses Ensembles ist, so hat sie doch in Zeiten der Corona-Krise sicherlich eine ganz neue Bedeutung hinzugewonnen.

Corona-Krise zum trotz finden Thomas Posth (Cello, sowie Gründer und Chefdirigent des Orchesters) und seine KollegInnen Moritz Ter-Nedden (Violine), Jette Otto (Violine), und Maria Pache (Viola) immer noch einen Weg, den Geist dieses Orchesters und dieser Musik aufrecht zu erhalten. Statt wie gewöhnlich im Sprengel Museum in Hannover finden die „Persönlichen Notfallkonzerte,“ wie das Orchester sie nennt, einfach im Internet mittels eines Facebook-Livestreams statt. „Klassik in Zeiten der Krise, Notfallkonzerte in Notfallzeiten,
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020
Foto: Jonas Kaufmann, Instagram (c)

Kunst in der Krise: Was es bedeutet, alle Konzerte abzusagen
Opernsängerin Simone Kermes hat durch Konzertabsagen viel Geld verloren. Sie fürchtet, die Coronakrise könnte die Kulturlandschaft dauerhaft schädigen.
Tagesspiegel

Bericht: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutschen Musikwirtschaft
Neue Musikzeitung

Berlin
Die Komische Oper Berlin wagt einen optimistischen Ausblick auf die Saison 2020/21
Nichts geschieht augenblicklich nicht nur im Berliner Kulturbetrieb wie gewohnt, die besonderen Zeiten, die uns das Corona-Virus beschert hat, erfordern den Verzicht auf lieb gewonnene Dinge, wie z.B. die launige jährliche Spielplan-Präsentation durch Barry Kosky, den Intendanten der Komischen Oper.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert

Hamburg/ Elbphilharmonie
Oper nur auf CD, YouTube oder im Stream. Konzerte ebenso.
Star Wars – Larger than Life
Viele Klassik-Begeisterte sehnen sich nach packenden, berührenden Live-Erlebnissen. Klassik-begeistert.de bringt deshalb Impressionen von Autorinnen und Autoren, die unsere Leserinnen und Leser am meisten berührt haben.
Sebastian Koik berichtet aus der Elbphilharmonie
Klassik-begeistert

A Paris Opera Conductor Comes Full Circle
Philippe Jordan talks about his new role in Vienna and his farewell to Paris: a new staging of Wagner’s “Ring,” which he conducted there in 2010.
The New York Times

Oper auf Deutsch: Sie hat ja doch „bunte Flügel“, die Liebe
Eine CD-Edition erinnert an die klassischen Querschnitt-Produktionen des frühen LP-Zeitalters und lässt in viel gespielten Werken einige Zwischentöne hören, die bei Aufführungen in Originalsprache verloren gehen.
Die Presse

Musik-Marathon-Wochenende: Klassik-Sonderprogramme auf allen Kanälen
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/klassikmarathonwochenende

Wuppertal
Wuppertaler Bühnen müssen weitere Veranstaltungen absagen
Wuppertaler Rundschau

Spanien der Balkone: In der Musik vereint
Frankfurter Allgemeine

Kirsten Lieses Klassikwelt Nr. 28: Fidelio
Tatsächlich habe ich aber Jonas Kaufmann einmal als Florestan live erlebt, das war 2000, also vor 20 (!) Jahren beim Luzern Festival in einer konzertanten Aufführung unter Claudio Abbado. Damals stand der Tenor im Zenit seines Könnens, ließ seinen ersten Ton in seinem „Gott, welch Dunkel hier“ gefühlt fünf Minuten lang auf einem Crescendo anschwellen, dass es einem kalt den Rücken herunter lief. So habe ich das nie wieder gehört. Ob er das heute auch noch so bringen kann? Die letzten Male, die ich ihn hörte, beispielsweise 2018 in München als Parsifal, hatte seine stimmliche Präsenz hörbar nachgelassen. Aber seinen jüngsten Florestan können nur die beurteilen, die in einer der Londoner Aufführungen waren.
Kirsten Liese berichtet jeden Freitag aus Ihrer Klassikwelt.
Klassik-begeistert „Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020“ weiterlesen